Was ist Typ-2-Diabetes?
Typ-2-Diabetes ist eine chronische Stoffwechselerkrankung. Dabei bleibt dauerhaft zu viel Zucker im Blut, weil die Körperzellen nicht mehr ausreichend auf Insulin reagieren.
Insulin ist vorhanden, aber seine Wirkung ist abgeschwächt. Das nennt man Insulinresistenz.
Insulinresistenz – einfach erklärt
Insulin wirkt wie ein Schlüssel. Die Zelle ist wie eine Tür.
Normalerweise öffnet Insulin diese Tür, und Zucker gelangt aus dem Blut in die Zelle.
Durch Insulinresistenz reagiert diese Tür langsamer, Der Schlüssel passt noch, aber die Türe öffnet sich nur mit mehr Aufwand.
Der Körper reagiert darauf, indem er mehr Insulin ausschüttet. Der Blutzucker bleibt zunächst im Normalbereich – allerdings nur deshalb, weil der Körper mehr Insulin produzieren muss, damit der Zucker in die Zellen gelangen kann.
Die stille Phase – oft über viele Jahre
Bevor Diabetes diagnostiziert wird, können oft 10 Jahre oder mehr vergehen.
In dieser Zeit bestehen bereits:
- Insulinresistenz
- erhöhte Insulinproduktion (Hyperinsulinämie)
- metabolische Dauerbelastung
Der Blutzucker wirkt noch unauffällig. Doch der Körper arbeitet bereits unter erhöhter Anspannung.
Genau in dieser Phase spielen stille Entzündungen eine zentrale Rolle. Chronische, niedriggradige Entzündung macht die Zellen resistenter für Insulin.
Je länger dieser Zustand anhält, desto stärker wird die Bauchspeicheldrüse belastet. Irgendwann kann sie die Mehrarbeit nicht mehr leisten.
Erst dann erhöht sich der Blutzucker dauerhaft. Der Diabetes wird sichtbar, obwohl der schleichende Prozess dahinter schon mehrere Jahre zuvor begann.
Die gute Nachricht – warum jetzt der richtige Zeitpunkt zum Handeln ist
Gerade in der Phase der Insulinresistenz und der erhöhten Insulinproduktion ist der Prozess häufig noch umkehrbar.
Die Bauchspeicheldrüse arbeitet zwar bereits auf Hochtouren, aber sie ist noch leistungsfähig. Der Stoffwechsel ist gestört – aber noch nicht dauerhaft geschädigt.
Genau hier liegt die Chance.
Wenn es gelingt,
- stille Entzündungsprozesse zu reduzieren
- den Darm zu stabilisieren
- viszerales Bauchfett zu verringern
- Ernährung, Bewegung und Stress konsequent anzupassen
kann sich die Insulinempfindlichkeit deutlich verbessern.
In frühen Stadien ist es möglich, die Entwicklung zum manifesten Diabetes zu stoppen – manchmal sogar teilweise zurückzuführen.
Je länger jedoch gewartet wird, desto stärker erschöpft die Bauchspeicheldrüse. Die stille Phase ist daher kein harmloser Zwischenzustand. Sie ist ein Zeitfenster – ein Zeitfenster, in dem man noch handeln kann.
Wo beginnt dieser Prozess?
Häufig im Darm.
Wird die Darmschleimhaut über Jahre belastet – durch stark verarbeitete Ernährung, zu viel Zucker und Weißmehl, Dauerstress oder Schlafmangel – entsteht eine chronische Entzündungsaktivität.
Entzündungsstoffe gelangen ins Blut und stören die Insulinwirkung in Muskel-, Fett- und Leberzellen.
So entsteht Insulinresistenz.

Die Rolle des viszeralen Bauchfetts
Entscheidend ist das Fett im Bauchraum zwischen den Organen.
Dieses viszerale Fett ist stoffwechselaktiv und setzt entzündungsfördernde Botenstoffe frei. Es verstärkt eine bestehende Entzündung und verschlechtert die Insulinwirkung weiter.
Ein Zyklus entsteht: Entzündung → Insulinresistenz → mehr viszerales Fett → noch mehr Entzündungen.
Die Rolle der Fettleber
Bei Insulinresistenz reagiert auch die Leber nicht mehr normal auf Insulin. Sie produziert weiter Zucker, obwohl bereits genug im Blut vorhanden ist. Gleichzeitig lagert sie Fett ein.
Es entsteht eine nicht-alkoholische Fettleber.
Sie ist meist nicht die alleinige Ursache von Diabetes. Und nicht jeder Diabetiker hat zwingend eine Fettleber. Beide entstehen jedoch häufig auf demselben entzündlich-metabolischen Boden.
Besteht bereits eine Fettleber, kann sich die Insulinresistenz weiter verschlechtern. Bleibt dieser Zustand bestehen, kann sich zusätzlich eine Entzündung im Lebergewebe entwickeln.
Im Verlauf sind möglich:
- Vernarbung
- Leberzirrhose
- in seltenen Fällen ein Leberkarzinom
Regelmäßiger Alkoholkonsum kann diesen Prozess beschleunigen. Die Fettleber ist deshalb ein Warnsignal.
Was zeigen die Laborwerte?
Ein Nüchternzucker unter 100 mg/dl gilt als normal. Ein HbA1c unter 5,7 % ebenfalls. Doch entscheidend ist der Verlauf.
Ein HbA1c von 5,8 oder 5,9 % liegt zwar unter der Diabetes-Grenze, zeigt jedoch bereits eine chronische Zuckerbelastung. Das ist kein Idealzustand, sondern ein frühes Warnsignal.
Noch aussagekräftiger sind:
- Nüchterninsulin – ein erhöhter Wert bei normalem Zucker deutet früh auf Insulinresistenz hin
- HOMA-Index – berechnet aus Nüchternzucker und Nüchterninsulin
- hsCRP – ein erhöhter Entzündungsmarker kann auf stille Entzündungsaktivität hinweisen
Wie man sieht: Ein einzelner Zuckerwert reicht oft nicht aus, um die stille Phase der Entzündung zu erkennen.
Woran kann ich selbst erkennen, ob ich gefährdet bin?
Der Bauchumfang
Wichtiger als das Körpergewicht ist der Taillenumfang.
Eine einfache Regel: Der Bauchumfang sollte weniger als die Hälfte der Körpergröße betragen.
Bei 180 cm Körpergröße also unter 90 cm. Bei 165 cm etwa unter 82–83 cm.
Liegt der Wert darüber oder nimmt er über die Jahre zu, steigt das Risiko für Insulinresistenz deutlich.
Frühe Hinweise im Alltag
- Müdigkeit nach dem Essen
- starkes Verlangen nach Süßem
- Heißhunger wenige Stunden nach der letzten Mahlzeit
- zunehmendes Bauchfett
- Schwierigkeiten beim Abnehmen
Das sind keine Diagnosen, können aber mögliche Warnsignale sein.
Wie Sie zusätzlich unterstützen können
Neben Ernährung, Bewegung und Stressreduktion kann eine gezielte Unterstützung entzündlicher Regulationsprozesse sinnvoll sein.
Bestimmte natürliche Inhaltsstoffe wie Curcumin, Boswellia, Vitamin C und B-Vitamine
- unterstützen die normale Funktion des Immunsystems
- helfen, entzündliche Prozesse zu regulieren
- und können metabolischen Stress reduzieren
Gerade Curcumin wird intensiv im Zusammenhang mit Insulinresistenz und metabolischer Dysregulation untersucht.
Hier setzen VITAMIC ZEROLIMITS® und VITAMIC BIOSEN® an.
Die enthaltenen Inhaltsstoffe sind darauf ausgerichtet,
- niedriggradige Entzündungsprozesse zu regulieren
- den beschriebenen Kreislauf positiv zu beeinflussen
- und die metabolische Balance zu unterstützen
Sie ersetzen keine gesunde Lebensweise. Können aber eine sinnvolle Ergänzung sein – insbesondere dann, wenn stille Entzündung bereits eine Rolle spielt.

Dr. Martin Edlinger
Medizinischer Berater @ VITAMIC